Kaffee-Kombucha (Kombucha-Ansatz mit Kaffee)

Kombucha-Kaffee
Kombucha-Kaffee: ein einfaches Rezept mit vielen gesunden Bitterstoffen

Kombucha aus gekochtem Kaffee brauen? Kann das funktionieren? Ja, es kann! Es klappt sogar hervorragend. Das Ergebnis ist ein wirklich außergewöhnliches Geschmackserlebnis, das jeder Kombucha-Fan zumindest einmal ausprobiert haben sollte.

Wenn der Kombucha-Teepilz traditionell mit gekochtem Tee angesetzt wird, warum nicht auch mit aufgebrühtem Kaffee? Eigentlich verwunderlich, dass nicht schon viel früher jemand auf die Idee gekommen ist. Mittlerweile, wo auch viele Starköche mit fermentierten Lebensmitteln experimentieren und junge Start-Up-Unternehmen laufend neue Innovationen auf den Markt bringen, gibt es tatsächlich schon mehrere Rezepte und sogar den ersten Kaffee-Kombucha abgefüllt in Dosen! (Ob letzterer tatsächlich noch lebende Mikroorganismen in nennenswerter Zahl enthält, sei allerdings dahingestellt…)

Für den Einstieg reicht es vollkommen aus, seinen eigenen, ganz normalen Kaffee zu kochen und den Versuch zu wagen. Dabei spielt es keine große Rolle, ob der Kaffee in der Kaffeemaschine, im Kaffee-Automaten oder im Kännchen zubereitet wird. Auch die Röstung und die Zusammensetzung der Bohnen ist nicht wichtig. Besonders prägnant wird der Geschmack mit einem kräftig aufgebrühten Kaffee.

 

Nach 8-14 Tagen ist das Getränk fertig fermentiert! Zugegeben: Kaffee-Kombucha ist ein außergewöhnliches und ungewohntes Geschmackserlebnis, das mancher vielleicht „gewöhnungsbedürftig“ finden wird
Die Zutaten für Kaffee-Kombucha (Grundrezept):

 

Die Zubereitung:
  1. Für einen Liter Kaffee braucht man (als groben Richtwert) zwischen 60 und 80g gemahlenen Kaffee, je nach gewünschter Stärke.
  2. Den Zucker im noch heißen Kaffee auflösen und den Kaffee auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Anschließend setzt man den Kaffee mit Kombucha an, genau wie es auf unserer Seite über die Kombucha-Herstellung mit Tee beschrieben wird.
  3. Wir wollen dabei nicht verschweigen, dass der Kombucha-Pilz in Kaffee nicht ganz so gut wächst wie in Tee, an den er seit Jahrhunderten gewöhnt ist. Deshalb empfehlen wir etwas mehr Ansatzflüssigkeit als üblich zu verwenden, etwa 200ml statt 100ml.
  4. Der neu entstehende Teepilz (Scoby) wird etwas unregelmäßiger aussehen und kann sogar wie eine Mondlandschaft mit kleinen Kratern überzogen sein. Auch wird er sich durch den Kaffee deutlich braun verfärben. Das Ergebnis aber schmeckt!
  5. Zur Sicherheit sollte ein neu gewachsener Kaffee-Scoby allerdings nicht mehr mit Tee angesetzt werden. Es ist außerdem empfehlenswert, für Kaffee-Kombucha einen überschüssigen Scoby zu verwenden und sich einen normalen Ansatz mit Tee aufzubewahren, falls beim ersten Mal etwas misslingt (zum Kombucha-Grundrezept).
  6. Nach 8-14 Tagen ist das Getränk fertig fermentiert!

Zugegeben: Kaffee-Kombucha ist ein außergewöhnliches und ungewohntes Geschmackserlebnis, das mancher vielleicht „gewöhnungsbedürftig“ finden wird. Trotzdem: Wer das Außergewöhnliche liebt, sollte das einfache Rezept unbedingt ausprobieren.

Kaffee-Kombucha: pikant-säuerlich und perfekt mit süßen Desserts
Ob als pikant-süßsaurer Eistee oder als Schuss auf süße Desserts: Kaffee-Kombucha schmeckt!

Kaffee-Kombucha schmeckt pur sehr gut, am besten natürlich gut gekühlt, aber insbesondere auch auf Eis, als Eiskaffee. Durch sein pikant-säuerliches Aroma und die intensiven Röstaromen lässt er sich prima mit süßen Desserts kombinieren. Ein Schuss davon über Pannacotta, Vanilleeis oder Pudding gegossen, ist wirklich sehr, sehr lecker. Wer weiß, vielleicht lässt sich sogar der Kaffee in Tiramisu damit ersetzen?! Ich werde es mit Sicherheit ausprobieren!

 

Noch ein wichtiger Tipp: Wer Freunde probieren lassen möchte und nicht will, dass sie schon vorher entsetzt das Gesicht verziehen, sollte den Kaffee-Kombucha selbstverständlich niemals als „vergorenen kalten Kaffee“ servieren! Wetten, dass die meisten das Getränk gleich viel leckerer finden, wenn es einen coolen, hippen Namen hat? Wie wäre es mit „Fermented Iced Coffee“? Klingt doch gleich viel besser, oder? ;-)

 

Kaffee und Gesundheit: eine unerschöpfliche Diskussion

Kaffee und Gesundheit - das ist natürlich ein ewiges, offenbar unerschöpfliches Thema wissenschaftlicher Studien und Diskussionen. Wie viel ist gesund und wie viel am Tag darf es sein? Dabei wird häufig vor allem über den Wachmacher Koffein gestritten. Dass der kleine Schwarze aber nicht nur wach macht, sondern auch vom Magen als verdauungsfördernder Helfer begrüßt wird, ist eine weit verbreitete Erfahrung. Nach dem Essen sehnen sich viele von uns nach einer kleinen, feinen Tasse Espresso.

Aus diesem Grund rücken auch die Bitterstoffe im Kaffee immer mehr in den Blickwinkel der Ernährungswissenschaft. Die Bitterstoffe in Tee, Gemüsen, Kräutern und Salaten gelten als besonders gesund und verdauungsfördernd. Auch bei Kaffee hat sich gezeigt, dass es Rezeptoren im Mund und im Magen gibt, die auf diese Bitterstoffe reagieren. Sie regen die Produktion von Magensäure und den Gallenfluss an und helfen so bei der Verdauung. Die Bitter-Rezeptoren gehören zu einer Art Frühwarnsystem für verdorbene und giftige Stoffe, auf die der menschliche Organismus reagieren muss. Je mehr Bitterstoffe die Rezeptoren melden, desto mehr Magensäure wird ausgeschüttet. Magensäure wiederum wirkt antibakteriell und verdauungsfördernd.

Wer mehr über die vielfältigen Wirkungen von Kaffee und Koffein erfahren möchte, findet hier noch viele spannende Infos zum Weiterlesen:

SPIEGEL ONLINE: Gesund trotz Koffein - Sechs Fakten zum Tag des Kaffees

FOCUS: Koffein: So stark wirkt es auf uns – positiv und negativ!

 

 

Kaffee-Kombucha - Kombucha aus Kaffee herstellen

  • Beschreibung: So stellst du Kaffee-Kombucha her
  • Gericht: Getränke, Küche: Asien
  • Schlagworte: Kombucha, Kaffee, Kombucha selber machen, Kombucha-Ansatz, DIY, Kaffee-Kombucha, Kombucha aus Kaffee
  • Zubereitungszeit: 25 Minuten , Fermentationszeit: 10 Tage
  • Portionen: 5 Portionen, Nährwert (in Kcal): 220 (ca.),
  • Autor: , Veröffentlicht am:

 

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