Tomaten- und Gemüsesaft mit Wasserkefir fermentieren

Tomaten- und Gemüsesaft lässt sich kinderleicht mit Wasserkefir fermentieren

Das Tolle am echten Wasserkefir ist ja, dass er so unermüdlich wächst und sich immer weiter vermehrt, nachdem ihr euch die Bio-Wasserkefirkultur von Wellness-Drinks erst einmal besorgt habt. Die meisten Wasserkefir-Freunde wissen bald nicht mehr wohin mit den vielen Kristallen, wenn sie alle Freunde und Verwandte mit der tollen Kultur beschenkt haben.

Aus diesem Grund habt ihr praktisch jederzeit genügend Wasserkefirkristalle übrig, um neue Rezepte auszuprobieren und auch mal etwas Besonderes zu wagen – zum Beispiel Tomatensaft oder andere Gemüsesäfte damit zu fermentieren!

Das geht ganz einfach und gelingt praktisch immer. Es funktioniert praktisch mit allen gängigen Säften, die man fertig kaufen kann, am besten natürlich mit Bio-Säften ohne Zusätze und Konservierungsstoffe. Weil sich im Gemüsesaft sehr viele Fasern des verwendeten Gemüses finden, solltet ihr dafür ein paar Kefirkristalle abzweigen, die ihr anschließend nicht mehr für normalen Wasserkefir verwendet. Die Kefirkristalle im Tomaten- oder Gemüsesaft verfärben sich nämlich schnell mit den Bestandteilen des Saftes und könnten anschließend auch den normalen Ansatz unschön verfärben. (Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn man seinen Wasserkefir benutzt, um Fruchtsäfte zu fermentieren – eine Idee, die ihr ebenfalls unbedingt ausprobieren solltet!)

Damit die Gärung richtig in Schwung kommt, gibt man zusammen mit den Kristallen noch ein wenig Zucker in die Flasche oder in den Tetra Pak. Gemüsesäfte aus dem Handel enthalten weniger Zucker als Fruchtsäfte oder das normale Wasserkefir-Rezept, deshalb funktioniert das Fermentieren hier viel besser, wenn man noch etwas Zucker zusätzlich hinzufügt. Aber keine Sorge – die Kristalle verwandeln den Zucker ruckzuck in prickelnd-herbe Säure!

Fermentierter Tomatensaft / Gemüsesaft schmeckt eiskalt, als Bestandteil von Salatsaucen und Smoothies, gemischt mit etwas frischem Gemüsesaft (für milderen Geschmack) oder auch abgeschmeckt mit Tabasco, Zitrone und etwas Pfeffer.
Für das Rezept braucht ihr:
Und so einfach geht‘s:
  1. Die Fermentation kann direkt in der gekauften Flasche bzw. im Tetra Pak stattfinden. Damit der Zucker und die Wasserkefirkristalle darin Platz finden, schüttet man am besten ein bisschen Gemüsesaft ab – etwa 100ml weniger in der Flasche sollten es schon sein, denn bei der Fermentation bildet das Ganze auch noch ordentlich Kohlensäure.
  2. Aus diesem Grund sollte man den Ansatz auch keinesfalls fest zuschrauben, sondern nur ganz leicht, damit die Kohlensäure noch heraus kann und sich kein Druck aufbaut. Die Mischung ist wirklich ziemlich explosiv und schäumt ordentlich! ;-)
  3. Anschließend lässt man den Ansatz bei Zimmertemperatur einfach stehen. Schon nach 8-24 Stunden ist der Gemüsesaft fertig fermentiert, nach zwei Tagen Gärzeit schmeckt er schon recht herb.
  4. Der Prozess kann je nach Temperatur, Zuckergehalt und Jahreszeit sehr unterschiedlich dauern, deshalb am besten nach 8 Stunden zum ersten Mal davon probieren. Wenn der richtige Geschmack erreicht ist, einfach die Kefirkristalle abseihen und das fertige Getränk in den Kühlschrank stellen.
  5. Wer zum ersten Mal fermentierten Tomaten- oder Gemüsesaft probiert, wird überrascht sein, wie ungewohnt herb das schmecken kann! Gemüsesäfte enthalten von Natur aus eben doch recht viel Zucker, der während des Fermentationsprozesses verschwindet. Besonders lecker schmeckt das Getränk deshalb eiskalt, als Bestandteil von Salatsaucen und Smoothies, gemischt mit etwas frischem Gemüsesaft (für milderen Geschmack) oder auch abgeschmeckt mit Tabasco, Zitrone und etwas Pfeffer.

 

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